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Die Energiewende hat ein Preisschild. Wer bezahlt es?

Autorenbild: Energie Liga
Energie Liga
vor 6 Tagen
2 Min. Lesezeit

Von Energie Liga / 27.10.2026


Die Schweizer Energiepolitik steht vor weitreichenden Entscheidungen. Im neuen Energie Liga-Videopodcast diskutieren SVP-Nationalrat Christian Imark und Energie Liga-Präsidentin Christine Frey über Netzkosten, Versorgungssicherheit, Klimaziele und die Zukunft der Kernenergie.



Mehr Solarstrom, ehrgeizige Klimaziele, neue Förderprogramme: Die Schweizer Energiepolitik will vieles gleichzeitig. Doch bleibt das Stromsystem am Ende auch bezahlbar? Im neuen Videopodcast der Energie Liga diskutieren SVP-Nationalrat Christian Imark und Energie Liga-Präsidentin Christine Frey, moderiert von Michael Köhn, über die Kosten politischer Entscheide und die Zukunft der Schweizer Stromversorgung.


Für Imark liegt ein wesentliches Problem darin, dass energiepolitische Ziele festgelegt worden seien, ohne deren Folgekosten ausreichend aufzuzeigen. Mit dem Bau neuer Produktionsanlagen sei es nicht getan. Strom müsse auch dann verfügbar sein, wenn er gebraucht werde. Gerade die unterschiedlichen Produktionsmengen von Solarstrom im Sommer und Winter stellten die Versorgung vor Herausforderungen.


Hinzu kommen die Kosten für Stromnetze, Speicher und den Ausgleich zwischen Produktion und Verbrauch. Diese zusätzlichen Aufwendungen landen letztlich auf der Stromrechnung und belasten Haushalte und Unternehmen. Für die Schweizer Industrie ist bezahlbare Energie zugleich eine wichtige Voraussetzung für die internationale Wettbewerbsfähigkeit.


Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist die Zukunft der Kernenergie. Imark setzt sich für die Aufhebung des Neubauverbots für Kernkraftwerke ein. Auch Christine Frey plädiert für Technologieoffenheit und stellt die Frage, ob sich die Schweiz angesichts der langfristigen Herausforderungen bei der Stromversorgung bestimmte Optionen grundsätzlich verbauen sollte. Gleichzeitig verweist sie auf die wirtschaftlichen Folgen energiepolitischer Entscheide: Eine zuverlässige Winterversorgung, tragbare Netzkosten und verlässliche Rahmenbedingungen sind für Unternehmen von grosser Bedeutung. Ein Volksentscheid über die Zukunft der Kernenergie hätte deshalb aus ihrer Sicht auch eine wichtige Signalwirkung für die Wirtschaft.


Während bestehende Kernkraftwerke langfristig vom Netz gehen, stellt sich die Frage, wie die Schweiz ihren künftigen Strombedarf zuverlässig und zu tragbaren Kosten decken kann. Für Imark steht fest, dass bisherige energiepolitische Entscheide teilweise korrigiert werden müssen.


«Die Grundlage ist Physik», sagt Imark. So kontrovers die energiepolitische Debatte auch geführt wird – die physikalischen Gesetzmässigkeiten lassen sich nicht wegdiskutieren.

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